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Innenarchitektur / 2024

Quiche & Fizz

Wiederholung, Variation, Rhythmus

Ort
Seoul, Südkorea
Typologie
Innenarchitektur
Status
Realisiert
Jahr
2024
Gemeinsamer Essbereich von Quiche & Fizz
Gemeinsamer Essbereich von Quiche & Fizz

Wiederholung, Variation und Rhythmus sind grundlegende Prinzipien des Dialogs zwischen menschlicher Wahrnehmung und Raum. Sie schaffen eine intuitive räumliche Ordnung; Bewegung und sinnliche Erfahrung werden Teil einer fortlaufenden Erzählung. Diese Gedanken prägen einen Geschäftsraum zur Zubereitung und zum Verkauf farbenfroher Getränke und Quiches. Wie unterschiedlich gefärbte Getränke in einheitlichen Flaschen einen visuellen Rhythmus erzeugen, folgt der Raum einem durchgängigen System mit subtilen Variationen. Ein strenges orthogonales Raster bildet die Grundordnung, während davon abweichende Elemente ein grösseres visuelles Gewicht erhalten. So entsteht ein Gleichgewicht zwischen Ordnung und Abweichung.

Räumlicher Rhythmus durch Wiederholung

Farbenfrohe Getränke · Gestalterisches Motiv
Farbenfrohe Getränke · Gestalterisches Motiv
Einem Nischenraum Leben einhauchen · Gemeinsamer Essbereich
Einem Nischenraum Leben einhauchen · Gemeinsamer Essbereich

Der besondere Reiz des Souterrains

In älteren Geschäfts- und Wohnvierteln Koreas sind Souterrainräume weit verbreitet. Ursprünglich zur Feuchtigkeitsregulierung und als Lagerflächen vorgesehen, wurden sie nach gesetzlichen Änderungen zunehmend gewerblich genutzt. Wenig Tageslicht und eingeschränkte Belüftung machen sie weniger gefragt und vergleichsweise günstig. Das Projekt greift diese besonderen Eigenschaften gezielt auf: Eine Augenhöhe unter dem Strassenniveau eröffnet einen ungewohnten Blick. Gerahmte Aussichten beziehen die Umgebung und die Bewegungen von Passantinnen und Passanten als lebendiges Bild in den Innenraum ein.

Blick durch das Souterrainfenster nach draussen
Blick durch das Souterrainfenster nach draussen
Passantinnen und Passanten unmittelbar vor dem Innenraum
Passantinnen und Passanten unmittelbar vor dem Innenraum

Lichtstreuung und Schattenrhythmen durch Glasbausteine

Der Mangel an Tageslicht im Souterrain war eine zentrale Entwurfsaufgabe. Direktes Sonnenlicht erreicht nur bestimmte Zonen und wurde zugleich als Einschränkung und als wesentliches Gestaltungselement verstanden. Glasbausteine werden dort eingesetzt, wo tagsüber direktes Licht einfällt. Sie streuen das Licht, sodass die Trennwand selbst als Lichtkörper wirkt. Die entstehenden Schatten verbinden sich mit dem Fliesenraster und geben dem Raum einen Rhythmus.

Untersuchung der Raumatmosphäre · Visualisierung 1
Untersuchung der Raumatmosphäre · Visualisierung 1
Untersuchung der Raumatmosphäre · Visualisierung 2
Untersuchung der Raumatmosphäre · Visualisierung 2
Untersuchung der Raumatmosphäre · Visualisierung 3
Untersuchung der Raumatmosphäre · Visualisierung 3
Umbau des Souterrains · Grundriss
Umbau des Souterrains · Grundriss
Materialwahl auf der Küchenseite · Innenansichten
Materialwahl auf der Küchenseite · Innenansichten
Innenraum zwischen Wiederholung und Variation 1
Innenraum zwischen Wiederholung und Variation 1
Innenraum zwischen Wiederholung und Variation 2
Innenraum zwischen Wiederholung und Variation 2
Kompakte Küche · Nutzung der Trennwand
Kompakte Küche · Nutzung der Trennwand
Übergangsraum · Nutzung der Trennwand
Übergangsraum · Nutzung der Trennwand

Mitwirkende

  • Einzelprojekt · April–Juni 2024
  • Ort: 32, Seongmisan-ro 29-gil, Mapo-gu, Seoul