Kultur / 2026
Quartiergarten-Pavillon
Parametrischer Entwurf und digitale Fertigung
- Ort
- Zürich, Schweiz
- Typologie
- Kultur
- Status
- Studienprojekt
- Jahr
- 2026
Dieses Projekt entstand als Abschlussarbeit des Kurses Coding Architecture II an der ETH Zürich. Für einen Gemeinschaftsgarten in Zürich wurde ein digital gefertigter Pavillon aus standardisierten Holzelementen entwickelt. Grasshopper und GH Python verbinden den Entwurf mit der Fertigung. Ausgangspunkt war der ausdrückliche Wunsch der Gartengemeinschaft, den alten Baumbestand zu erhalten. Statt der Landschaft eine starre Geometrie aufzuzwingen, wird ein fliessender Erlebnisweg zwischen der vorhandenen Vegetation herausgearbeitet.
Ein Pavillon im Gemeinschaftsgarten


Von Richard Serra inspirierte räumliche Dynamik
Inspiriert von Richard Serras räumlicher Dynamik und monumentaler Phänomenologie stimmt der Pavillon Massstab und räumliche Umschliessung präzise aufeinander ab. Beim Durchqueren des Gartens verändern sich die Sichtbeziehungen markant. So entsteht entlang des Weges eine fortwährend wechselnde, dynamische und immersive Erfahrung.
Algorithmische Formfindung: Optimierung mit Galapagos
Die Ausgangsfläche wurde mit Galapagos erzeugt, einem auf genetischen Algorithmen beruhenden evolutionären Solver in Grasshopper. Die Optimierung maximiert die Gesamtlänge des Weges und hält gleichzeitig präzise die Bereiche des bestehenden Baumbestands frei.
Digitale Fertigung und parametrische Logik: GH Python
Für die digitale Fertigung wurde ein eigener parametrischer Workflow mit GH Python entwickelt. Aus der Ausgangsfläche und Parametern wie Holzabmessungen, Musterlogik und Öffnungsanteil wird die gesamte Holzkonstruktion automatisch erzeugt und mit der Tragwerksanalyse verknüpft. Die Mitglieder bilden eine reziproke Struktur, die als zusammenhängende kontinuierliche Oberfläche wirkt. Auch Knoten und Verbindungsdetails sind vollständig in den parametrischen Prozess eingebettet.


Von einzelnen Teilen zur zusammenhängenden Flächenschale
Das Tragwerk beruht auf präzise ineinandergreifenden Elementen. Einzelne Teile wirken gemeinsam als eine einzige kontinuierliche Oberfläche. Dieses Verhalten lässt sich mit einem gebogenen Blatt Papier vergleichen: Durch gezieltes Falten und Krümmen gewinnt eine ebene Fläche an Steifigkeit und kann ohne zusätzliche sekundäre Rahmen eigenständig stehen.

Mitwirkende
- ETH Zürich · Februar–Juni 2026 · Abschlussprojekt Coding Architecture II
- Ort: Quartiergarten Hard, Bullingerstrasse 90, 8040 Zürich










