Wohnen / 2020
Bezahlbarer Wohnraum in London
Neuinterpretation der Strasse im Himmel
- Ort
- London, Vereinigtes Königreich
- Typologie
- Wohnen
- Status
- Internationaler Wettbewerb
- Jahr
- 2020
Strassen waren schon vor Robin Hood Gardens Orte der Begegnung und Gemeinschaft. Als nicht eindeutig zweckgebundene Räume wurden sie von zufällig entstehenden Gemeinschaften angeeignet. Mit der Entwicklung von Verkehr, Telekommunikation und Informationstechnologie ging diese Rolle zurück: Strassen dienen zunehmend der Infrastruktur, während sich Gemeinschaften in Cafés, Fitnessstudios oder Bibliotheken bilden. Die Identität von Räumen gewinnt dadurch an Bedeutung. Das Projekt untersucht, wie eine Strasse im Himmel zwischen Wohnen und Arbeiten erneut beiläufige Gemeinschaft ermöglichen kann.
Entstehung beiläufiger Gemeinschaftsorte



Von den Bewohnenden anpassbare Grundrisse
Die Form des Gebäudes wird von den Nutzenden bestimmt. Die bestehende Struktur liefert einen übergeordneten Rahmen, während die Bewohnenden durch die Wahl bevorzugter Blocktypen die detaillierte Volumetrie prägen. Die zwischen den Wohnblöcken verbleibenden Räume bilden die Fassade der Strasse im Himmel.

Strassenbildung durch Erschliessungshierarchien
Um Wohnen und Arbeiten räumlich anzunähern, werden ein Wohn- und ein Bürovolumen nebeneinandergestellt. Wie auf einem Arbeitsweg durch verschiedene Strassen bewegen sich die Bewohnenden über eine Strasse im Himmel zwischen den Baukörpern. Diese schwebende Strasse wird auf natürliche Weise zum Gemeinschaftsraum, dessen räumliche Komplexität und Aktivität je nach Lage und Verbindung variieren.

Einseitige Verbindung: Der Gemeinschaftsraum ist nur mit dem Wohn- oder dem Bürovolumen verbunden. Die mässig aktive Zone übernimmt den Charakter des jeweiligen Bereichs. Beidseitige Verbindung: Der Gemeinschaftsraum verbindet beide Baukörper zu einem aktiven, durchgängigen Erschliessungsweg. Keine Verbindung: Ohne verbindenden Gemeinschaftsraum bleiben die Volumen getrennt und die Privatsphäre beider Bereiche gewahrt.


Auf dem Weg zum automatisierten Bauen: robotische Fertigung
Digitale Fertigung wird für die Zukunft des Bauens wesentlich sein. Herkömmliche Bauweisen allein können weder dem Rückgang der Arbeitskräfte begegnen noch kostengünstige Lösungen gewährleisten. Physische KI muss deshalb in die gebaute Umwelt integriert werden. Darüber hinaus untersucht der Entwurf eine Zukunft der Architektur, in der Biotechnologie Teil räumlicher Systeme wird.

1. Stahlplatte · 2. Bestehende Betondecke · 3. Dämmung · 4. Stahlprofil · 5. Vertikaler Pfostenanker · 6. Stahlträger · 7. Horizontaler Riegel · 8. Halbstarre Dämmung · 9. Deckenbekleidung · 10. Bestehende Stütze · 11. 10-mm-Leinenstränge · 12. Anker · 13. Bodenbelag · 14. Stahlwinkel · 15. Betonüberdeckung


Mitwirkende
- Internationaler Architekturwettbewerb Bildner · Januar–Februar 2020
- Team: Lee Seunghoon, Yang Heesu, Nam Yoonjo



